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  • AutorenbildDr. Yvonne Reyhing

Achtsamkeit & Zeitmanagemt im Familienalltag

Das Familienleben ist jeden Tag ein kleines Abenteuer. Vom Organisieren von Terminen über das Hoffen, dass alle gesund bleiben bis zum Begleiten von Wut, Angst und riesen Freude bietet jeder Tag neue Themen. In diesem Trubel achtsam für die schönen kleinen Dinge zu bleiben ist nicht immer so einfach. Um aber zufrieden und gesund zu sein bzw. zu bleiben muss der stressige Alltag einen Gegenspieler haben und wir brauchen einen Ausgleich. Neben Hobbys, kinderfreien Momenten und Urlaub sind es auch die kleinen Dinge, die uns immer wieder ein zufriedenes Lächeln ins Gesicht zaubern können. Ich glaube dafür brauchen wir nur immer mal wieder eine kleine Erinnerung. Diese kleine Erinnerung bekommen wir jeden Tag – von unseren Kindern. Denn die sind wahre Meister in Achtsamkeit für die kleinen Dinge!


Was mir zudem hilft, meinen Alltag zu organisieren und gleichzeitig achtsam für die Wunder des Alltags zu sein, ist ein kleines Journal mit dem ich Montag morgens in die Woche Starte. Dafür plane ich nicht viel Zeit ein – nur maximal 15 Minuten, alles andere wäre (zumindest für mich) unrealistisch. Darin setze ich mir einen Wochenfokus, irgendetwas auf das ich eine Woche lang besonders achten möchte. Überlege mir für was ich dankbar bin und auf was ich stolz bin. Und dann lege ich meine To-dos und Ta-das für die Woche fest und plane meine Termine. Dadurch bekommt meine Woche mehr Struktur (was ich persönlich angenehm finde) und ich nehme mir bewusst Zeit mir meinen Alltag, mein Leben mit einem positiven Blick anzuschauen.

Aber das ist natürlich nur meine eine Idee. Es gibt unendlich viele verschiedene Möglichkeiten und Wege und ich freue mich sehr, dass eine Expertin für dieses Thema dir 5 Organisationstipps für Working Moms & Dads zusammengestellt hat.


 


Dunja Schenk ist Expertin für Effizienz und u.a. Autorin des „Anti-Stress-Trainers für Working Moms“. Als Trainerin & Coach unterstützt sie deutschlandweit Unternehmen und deren Angestellte bei der Optimierung von Arbeitsabläufen im Büro. Sie gibt Seminare zu den Themen Zeit- und Selbstmanagement, Stressmanagement & Resilienz sowie effiziente Kommunikation im Team. Dunja hat selbst zwei Kinder im Grundschul- sowie im Kindergartenalter und kennt die Herausforderungen des Alltags als Working Mom.





Alles perfekt im Griff? 5 Organisationstipps für Working Moms & Dads

von Dunja Schenk


Montagmorgen, das Schulkind ist schon wach, sucht im Kinderzimmer-Durcheinander die Badehose für den Schwimmunterricht. Mein Mann ist schon in der Küche und bereitet die Vesperdosen vor. Ich kämpfe indessen damit, dass das Kindergartenkind auch endlich aufsteht und das morgendliche Trödeln nicht allzu lange dauert, denn eigentlich hinken alle in der Zeit hinterher. Ein typischer Montagmorgen eben – das Wochenende war schön und lang und nun muss wieder der Alltagswahnsinn organisiert werden mit all den Terminen, die eben bei einer Familie so anstehen: Turnunterricht für den Kleinsten, Kindergeburtstag vom Schulfreund des Großen, der eigene Zahnarzttermin – und, ach ja – der Kühlschrank will auch wieder aufgefüllt werden.


Alles im Griff? Nun ja. Ohne ein gutes Zeitmanagement und sinnvolle Planung würde das Ganze wohl bei zwei berufstätigen Eltern in einem richtigen Chaos enden. Was mir hilft, sind folgende Dinge:



1. Der Familienkalender


Ohne unsere online-Kalendersynchronisierung wären wir wohl aufgeschmissen. Sowohl mein Mann als auch ich nutzen einen online (Google-)Kalender. Daneben pflegen wir noch einen Familienkalender für alle gemeinsamen Termine sowie die Termine der Kinder (Arzttermine, Kindergeburtstage, Hobbies). Dort tragen wir in stressigen Wochen auch ein, wer welches Kind wo abholt oder zu welchem Training/Termin fahren muss. Die Kalender helfen uns, immer den Überblick zu behalten.



2. Vorausschauende Planung


Planung ist alles, vor allem dann, wenn man als Eltern nicht nur seine To Dos, sondern auch die der Kinder im Kopf haben muss. Wir versuchen daher, so viel wie möglich rechtzeitig zu planen: Angefangen von der Kleidung der Kinder, die wir idealerweise schon am Vorabend zurechtlegen, dem Mahlzeitenplan für die nächsten Tage, damit wir nicht vor der unlösbaren Frage „Was kochen wir heute“ kurz vor 12 Uhr stehen, bis hin zur Planung der wöchentlichen Termine, die für alle Familienmitglieder anstehen (s.o.). Jeden Sonntagabend sprechen wir die kommende Woche mit all den anstehenden Ereignissen und Verpflichtungen durch. So haben wir noch genügend Zeit um zu reagieren, falls sich an einer Stelle Betreuungslücken oder fehlende Fahrdienste aufzeigen.



3. Digitale Listen für den Haushalt


Ein absoluter Gamechanger war für uns vor vielen Jahren schon die digitale Einkaufsliste. Wir nutzen die App ToDoist, um dort alles einzutragen, was benötigt wird. Ist die Liste abgehakt, weiß der andere, dass der Einkauf bereits erledigt ist. Denn so ein Einkauf wird ja gerne mal zwischen Büro und Feierabend erledigt, so dass nicht immer eine Absprache möglich ist. Auf diese Weise konnten wir schon sehr viel WhatsApp-Kommunikation („Gehst du einkaufen? Was brauchen wir alles?“) einsparen. In der App ToDoist haben wir auch eine Liste mit Allgemeinen Familien-ToDos erstellt. Dort schreiben wir beide auf, was im Haus(halt) gemacht werden muss. Auf diese Weise sind die ToDos wie „Geburtstagsgeschenk besorgen“ oder „Termin für die nächste U-Untersuchung“ transparent und lastet nicht nur auf den Schultern einer Person. Weitere Listen haben wir übrigens angelegt für Geschenkideen, Ausflugsideen und Kochideen oder auch die Packliste für den Urlaub.



4. Delegieren, delegieren, delegieren


Ich lese immer wieder, dass vor allem Mütter sich beklagen über den „Mental Load“, der vor allem dann entsteht, wenn sie sich für alles allein verantwortlich fühlen. Ich rate daher, so viel wie möglich zu delegieren. Um das Geburtstagsgeschenk für den Kindergartenfreund des Sohnes darf sich auch der Papa kümmern. Genauso können auch kleine Kinder schon im Haushalt mithelfen, wie zum Beispiel Spülmaschine aus- und einräumen oder Sockenpuzzle spielen (= Socken nach dem Trocknen sortieren und wegräumen). Gerade Mütter gehen gerne davon aus, dass man(n) automatisch Aufgaben im Haushalt wahrnimmt – doch leider haben einige Väter oft ein anderes – sagen wir mal – Verständnis von Ordnung. Daher dürfen wir Mütter gerne einfach ganz konkret kommunizieren, was wir erwarten. Mit „Bring bitte den Müll raus und putze bitte heute mal die Toilette“ kann mein Mann mehr anfangen, als mit meiner schlechten Laune, wenn beides nicht erledigt wird, ich aber erwarte, dass es gesehen wird.



5. Schluss mit der Perfektion


Wer berufstätig ist und Kinder hat, wird selten allen Rollen gleichermaßen gerecht. Doch gerade die innere Erwartungshaltung, es allen recht machen zu wollen und das auch noch perfekt, führt zu zusätzlichem Stress. Wir dürfen also hin und wieder unsere eigenen Glaubenssätze hinterfragen und anpassen. Wer es schafft, eine innerliche Gelassenheit zu entwickeln, gerät auch nicht so schnell in Stress, wenn im Außen mal wieder das Chaos ausbricht.


Wenn du also merkst, dass du im Moment gefühlt gar nichts mehr im Griff hast, nimm dir eine Latte Macchiato, leg die Füße hoch und gönne dir ein paar Minuten Pause. Das Chaos ist danach auch noch da, aber wenn du entspannt bist, gelingt es dir vielleicht eher, die Unperfektion anzunehmen und dir bewusst zu machen, dass das nicht entscheidend für dein Lebensglück ist.



Vielen Dank liebe Dunja für diese spannenden Tipps!

Hier geht es zu ihrer Homepage, auf der du auch eine Leseprobe ihres Buches «Anti-Stress-Trainers für Working Moms» findest.


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